Schreiber-Bogen Kartonmodellbau Gorch Fock

Artikelnummer
616
ID
4496
Hersteller
Aue Verlag
Inhalt
1  piece

14,90 (Grundpreis: 14,90 € / Stück)

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Schreiber-Bogen Kartonmodellbau Gorch Fock

Farbiges Modell zum ausschneiden und zusammenkleben

Material: Papier, Karton

Anzahl der Bögen: 5,5

Maßeinheit: 1:200

Schwierigkeitsgrad: 3

Zusätzlich notwendig: Papierschere, Klebstoff
Hilfreiche Werkzeuge: Skalpell, Falzbein, kleine Klammern und Nadeln zum Fixieren

Der Hersteller stuft seine Modelle in 5 Schwierigkeitsgrade ein:

"Kindermodell": sehr leicht und mit kindlichen Motiven
"0": Anfänger
"1": Leicht
"2": Mittel
"3": Schwer

Das berühmte Segelschulschiff Gorch Fock, das heute noch in Betrieb ist, hat eine lange Vorgeschichte. Das Schiff, das man heutzutage unter diesem Namen kennt, hatte einen Vorläufer, der in den Jahren 1932-1933 gebaut wurde. Seinen Namen erhielt das Schiff durch das Pseudonym des norddeutschen Heimatdichters Johann Kinau. Einsatzgebiet war hauptsächlich die deutsche Küstenregion, aber auch niederländische und skandinavische Häfen wurden angesteuert. Während des Zweiten Weltkrieges diente die Gorch Fock I als stationäres Schulschiff und als Büroschiff, 1944 wurde sie von Kiel nach Stralsund verlegt. Am Ende des Krieges sprengten Offiziere das Schiff, damit es nicht von der russischen Armee beschlagnahmt werden konnte. 1947 wurde das Schiff vom Meeresgrund gehoben, in Rostock wiederhergestellt und in die Sowjetunion überführt, wo es unter dem Namen Tovarišc zum Einsatz kam.
Als die Bundesmarine sich in den 50er Jahren entschied, zu Ausbildungszwecken wieder ein Segelschulschiff einzusetzen, wurde gefragt, warum trotz modernerer technischer Standards ein Segelschiff für die Ausbildung eingesetzt werden sollte, wie es um die Sicherheitsvorkehrungen stand und wie erfahren die Mitglieder der Stammbesatzung wären. Befürworter argumentierten, dass diese Form der Marineausbildung eine bessere Möglichkeit biete, ein sicheres Gefühl für die Situation auf See zu entwickeln. Die Bundesmarine betonte die gute technische Ausstattung der Gorch Fock in Form von Navigationssystemen, Radaranlagen und neuen Rettungsmitteln.
Beim Bau des Segelschulschiffes kamen viele noch offene Detailfragen auf, die bei der Planung wohl weniger berücksichtigt worden waren und erst nach und nach geklärt wurden. Einige Materialien mussten importiert werden, so zum Beispiel das Segeltuch aus England und die Takellure, ein spezielles Signalgerät, aus Norwegen. Nach dem Stapellauf im Dezember 1958 wurde die Gorch Fock noch einmal in die Bauwerft zurückgerufen, um Verbesserungsarbeiten durchzuführen. Dazu gehörte, dass der Schiffsrumpf, der zuvor als eine Abteilung gebaut worden war, mit Hilfe von Schottwänden in vier Abteilungen gegliedert wurde. Damit wollte man verhindern, dass bei einem Wassereinbruch das Schiff zu schnell voll läuft. Im Jahr 1958 kostete der Bau der Gorch Fock etwa 4,3 Millionen Euro. Im Jahr 1987 wurde ihr Wert auf 43 Millionen Euro geschätzt.
Mit einer Länge von 89,32 m ist die zweite Gorch Fock größer als ihr Vorgänger und hat einen Tiefgang von 5,33 m. Die insgesamt 23 Segel haben eine Gesamtfläche von 2037 m². Da auf der Gorch Fock der Schwerpunkt auf der Segelausbildung liegt, ist keine Bewaffnung an Bord. Im Jahr 1999 wurden grundlegende Veränderungen vorgenommen. Das Schiff bekam einen neuen Außenanstrich in weiß, blau und rot. Außerdem wurde der Schifffahrtsstand in das Kartenhaus integriert, eine Querschubruderanlage eingebaut und die Ausstattung mit Rettungsmitteln auf den neuesten Stand gebracht. Die Gorch Fock hat weit über 100 Seereisen in alle Welt unternommen und bis heute über 500.000 Seemeilen zurückgelegt. Ihre einzige große Weltumseglung fand im Jahr 1987 statt. Heute ist das Schiff hauptsächlich in seinem Kieler Heimathafen und auf Segelregatten zu sehen.
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