Schreiber-Bogen Kartonmodellbau "Jesus - Boot"

Artikelnummer
606
ID
606
Hersteller
Aue Verlag
Inhalt
1  piece

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Kartonmodellbau

 

"Jesus - Boot"

 

Fischerboot vom See Genezareth

In Israel wurden Anfang 1986 im See Genezareth die Reste eines antiken Bootes entdeckt, das auf die Zeit Jesu zurückgehen soll. Es wurde deshalb als ;Jesus-Boot8221; bekannt. Jesus fuhr ja mit seinen Jüngern, unter denen auch Fischer waren, oft auf den See Genezareth hinaus. Da sich der antike Hafen von Magdala (heutiges Migdal) in der Nähe des Fundortes befand, bezeichnete man das Boot auch als ;Magdala-Boot8221;.
Als das Boot gefunden wurde, war der Wasserstand des Sees wegen der herrschenden Trockenheit gerade ungewöhnlich niedrig. Zwei Amateurarchäologen entdeckten bei der Suche nach antiken Münzen die Umrisse eines Bootes im Uferschlamm. Die anschließenden Ausgrabungen wurden von einem internationalen Archäologenteam und freiwilligen Helfern aus dem nahegelegenen Kibbuz Ginosar durchgeführt. Das Boot musste rasch geborgen werden, denn die Nachricht vom Fund hatte sich sehr schnell herumgesprochen. Die Leute begannen, auf eigene Faust auf dem Ausgrabungsgelände nach Hinweisen zu suchen. Weltweit war das Interesse so groß, dass Fernsehteams ständig vor Ort waren und die Polizei Neugierige vom Ausgrabungsort fernhalten musste.
Die zeitliche Einordnung des Fundes war wegen der verwendeten Holznägel mit rundem Kopf relativ einfach. Auf diese Art wurden Boote in der Zeit vom 2. Jahrhundert vor Christus bis in die römische Zeit (etwa 70 n. Chr.) gebaut. Damals wurden beim Bootsbau die Planken aus Zedernholz miteinander verbunden, dann erst das Bootsgerippe aus unbearbeiteten Eichenästen eingefügt. Bewegt wurde das Boot mit Rudern und einem viereckigen Segel. Die Maße wurden auf 8,2-8,5 m Länge, 2,3 bis 2,5 m Breite und 1,2 bis1,3 m Höhe geschätzt. Das Boot hatte ein breites Heck und einen schmalen Bug, der mittlere Teil war breit und flach. So war Platz für bis zu 16 Personen und ein etwa 300 m langes Fischernetz. Am Ausgrabungsort wurden auch Netznadeln und Steinanker gefunden, die auf die Verwendung als Fischerboot hinwiesen. Fischer hatten es zur Zeit Jesu nicht leicht. Sie waren nicht sehr angesehen, und die Arbeitsbedingungen am See Genezareth waren schwer, da das Wetter unberechenbar war. Weil der See sehr tief liegt (ca. 200 m unter Meereshöhe), können innerhalb von Sekunden heftige und oft lebensgefährliche Stürme entstehen. Die geographischen Verhältnisse sind zwar heute noch dieselben, aber damals konnten die Menschen ihre Boote noch nicht vor Stürmen schützen.
Das Archäologenteam benötigte acht Tage für seine Arbeit am Fundort. Aber die Bergung des Bootes war schwierig: Das Material war sehr zerbrechlich geworden. Es sollte in einem Konservierungsbecken im Yigal-Allon-Museum in Ginosar untergebracht werden. Der Transport dorthin war kompliziert, obwohl nur eine Strecke von 500 m zwischen Museum und Ausgrabungsort lag. Die einzige Möglichkeit war, das Boot vor dem Transport mit einer Schaumstoffschicht zu umhüllen, was alleine schon drei Tage dauerte. Das Boot sollte später unter normalen Museumsbedingungen ausgestellt werden. Die dafür notwendige Konservierung dauerte 14 Jahre. Im Jahr 2000 wurde die Ausstellung des Bootes eröffnet. Es steht in einer Ausstellungshalle im Yigal-Allon-Museum, dort gibt es auch eine Dokumentation der Restaurierungs- und Konservierungsarbeiten.

 

Länge: 25 cm

 

Breite: 7 cm

 

Höhe: 22 cm

 

Schwierigkeitsgrad: 2

 

Bögen: 3

 

Maßstab: 1:32

 

Kindermodel:
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